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Kompetenzen: Warum Wie und Wofür?

28.07.2021

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Was dich erwartet

Wofür brauchen wir Kompetenzen? Wie werden Kompetenzen strukturiert? Wie können Kompetenzen entwickelt werden? Diese und kleine weitere Nebenfragen werden in diesem Artikel behandelt. Das Thema Kompetenzen ist sehr vielseitig und wird durch unterschiedliche Website und Blogs unterschiedlich thematisiert. Was alle gemein haben ist, dass eine Kompetenz erlernbar ist und genau darum geht es in diesem Artikel vor allem. Die eigenen Kompetenzen auszubauen und zu verstehen, wie Soft Skills und Hard Skills damit zusammenhängen.

Begriffsklärung

Eine Kompetenz kann verschiedene Bedeutungen haben, die sich voneinander je nach Bereich unterscheiden. In diesem Artikel bezeichnet eine Kompetenz die Fähigkeit erlerntes Wissen und gemachte Erfahrungen zu nutzen, um in dem jeweiligen Problemgebiet Lösungen zu finden und die Bereitschaft eine Lösungsumsetzung durchzuführen.

Eine Fähigkeit bezeichnet die praktische und geistige Anlage zu einer bestimmten Tätigkeit oder zur Durchführung einer Aufgabe befähigt zu sein. Die Person bringt alle nötigen Voraussetzungen mit, um durch seine Fähigkeit eine bestimmte Problemstellung zu lösen.

Soft Skills bezeichnen außer fachliche Kompetenzen, die auf die Persönlichkeit eines Menschen zurückzuführen sind. Dabei sind Soft Skills fachübergreifend und werden auch als persönliche, soziale oder methodische Kompetenz bezeichnet.

Hard Skills bezeichnen fachliche Kompetenzen/ berufstypische Qualifikationen. Diese werden durch die Schullaufbahn, Ausbildung, Weiterbildung, Studium, … erworben und sind im Allgemeinen durch z.B. eine Leistungskontrolle/ Test abfragbar, messbar und bewertbar.

Ein Kompetenzprofil beschreibt die Kompetenzen, die eine Person/ Mitarbeiter für bestimmte Aufgaben oder ein Tätigkeitsfeld haben sollte.

Warum brauchen wir Kompetenzen?

Das Wort Kompetenz stammt vom lateinischen Wort competentia und wird mit Eignung übersetzt. Eine Kompetenz fast die Fertigkeiten und Fähigkeiten einer Person zusammen. Somit wird mit einer Kompetenz klar gemessen, welche Voraussetzungen eine Person für eine bestimmte Aufgabe oder Problemlösung benötigt. Auch kann eine Kompetenz ein Ziel beschreiben, welche die Person durch intensives Üben zu erreichen versucht. Dafür eignet sich die Person, die nötigen theoretischen Grundlagen und durch Fehlschläge oder Erfolge das praktische Wissen selbst an.

Kompetenz als Lernziel

In Ausbildungen und Weiterbildungen sind Kompetenzen für die Definition von Lernzielen von besonderer Bedeutung. Z. B. ist in der Schule eine grundlegende Kompetenz die Aufmerksamkeit, um dem Lehrer*in zuhören zu können.

Es gibt auch Job-Angebote, die dafür ausgelegt sind, Kompetenzen zu erwerben. Umgangssprachlich wird oft gesagt: „Die Person wird in das kalte Wasser geworfen.“ Dabei werden Kompetenzen durch Learning-by-Doing vermittelt, geschult und gefestigt. Diese Jobstellen sind ein Weg, um die nötigen Kompetenzen für weitere Qualifikationen zu erwerben und zu erlernen. Diese stellen die Bewerber*innen aber auch vor besondere Belastungsherausforderungen.

Kompetenz als Auswahlkriterium

Für Berufe und Aufgabenfelder oder auch persönliche Ideen und kleine Projekte werden Kompetenzprofile benötigt. Z.B. können die Kompetenzen logisches Denken, Durchhaltevermögen und Eigenverantwortung für eine planende Tätigkeit in der Personalführung oder der Projektleitung gefordert sein. Diese Kompetenzprofile werden in Personal- oder Bewerbungsgesprächen durch die Personalleitung, Geschäftsleitung, Vorgesetzten, … indirekt oder direkt abgefragt. Treffen die Kompetenzen einer Person auf die kommenden Tätigkeiten zu, kann diese Person damit rechnen in eine engere Auswahl für eine Stelle oder Tätigkeitsfeld zu kommen.

Kompetenzen im Leben

Kompetenzen können vorgeben wie sich eine Persönlichkeit eines Menschen über Zeit entwickeln kann. Die Fähigkeit sich selbst zu zielführendem Handeln zu bewegen, setzt eine Mischung von verschiedenen Kompetenzen voraus. Diese werden auch als Soft-Skills bezeichnet. Ein Soft-Skill soll die Hard-Skills unterstützen und im besten Fall den effizienten und zeitlich sparsamsten Weg dorthin ermöglichen.

Die eigenen Soft-Skills fortlaufend zu schulen und zu festigen ist eine wichtige Voraussetzung sich neues Wissen aneignen zu können. Durch kontinuierliches Trainieren von Soft-Skills werden neue Hard-Skills geübt und gefestigt, somit auch neue Kompetenzen Stück für Stück erworben.

Kompetenzstruktur / Kompetenzatlas

Es gibt viele unterschiedliche Kompetenzen. Dabei können Kompetenzen Schnittmengen zu anderen Kompetenzen aufweisen. Trotzdem werden Kompetenzen vorrangig in vier Hauptgruppen eingeteilt und sind deswegen klar voneinander trennbar:

Diese vier Hauptgruppen werden in einem Kompetenzatlas zusammen mit Ihren Untergruppen dargestellt. Der Kompetenzatlas ist wie ein Diagramm aufgebaut. Durch diesen Aufbau zeigt der Kompetenzatlas die Gewichtung der einzelnen Kompetenzen zueinander. Die Darstellung kann etwas grafisch variieren, jedoch ist es inhaltlich der gleiche Aufbau.

Der Kompetenzatlas ist Bestandteil des KODE® Verfahrens. Dieses soll Unternehmen helfen ein Kompetenzmanagement durchzuführen. Dabei erweitert der Kompetenzatlas die Basiskompetenzen durch eine zusätzliche Unterteilung mit 64 Teilkompetenzen. Diese sollen zueinander gemessen, bewertet und entwickelt werden können.

Kompetenzen entwickeln

Individuelles Lernen ist der Kern der Erwerbung neuer Kompetenzen. Durch die verschiedenen Lerntypen innerhalb der Bevölkerung, gibt es verschiedene Methoden, um die eigenen Kompetenzen auszubauen oder zu entwickeln. Dabei ist die Geschwindigkeit des Lernens bei jedem unterschiedlich.

Durch den Demografischen Wandel, Heterogenität der Lebenswelt und Umwelt, die zunehmende Globalisierung und den technologischen Wandel verändern sich Kompetenzen schneller als je zuvor. Das Modell mit zur Schule gehen, Ausbildung und/ oder Studium und dann mehr als 40 Jahre immer die gleichen Tätigkeiten auszuführen geht nicht mehr auf. Viele Berufe werden in den nächsten 10 Jahren durchzunehmende Automation und Digitalisierung durch automatisierte Anlagen und Roboter ersetzt. Dies gilt für jede Tätigkeit die Standardisierbar ist. Deswegen werden die Kompetenzen Selbstreflexion, Flexibilität und Initiative ergreifen können in der Zukunft mehr gebraucht.

Die eigenen Kompetenzen weiterzuentwickeln und zu erlernen, setzt enorme Eigenmotivation voraus.

Eigenerfahrung zu Kompetenzentwicklung

Meine aktuellen Kompetenzen habe ich durch viele Fehlschläge, Fehlentscheidungen und auch durch Fehlentscheidungen anderer Menschen erlernt. Dabei musste ich viele verschiedene Hürden nehmen und mit mir selbst, das eine oder andere Mal, auch selbst ins Gericht gehen. Als Resultat wurde mein Fokus größer und präziser welche Hard-Skills ich erlernen will. Die nötigen Soft Skills kamen teilweise von allein und mussten auch entstehen, um die Geduld und Eigenmotivation aufzubringen, die nötig war/ ist.

Es geht nicht unbedingt immer darum genau das glasklare Ziel zu erreichen. Es geht aber wohl darum nicht den Kopf in den Sand zu stecken, nur weil das Scheitern einem so unendlich elend vorkommt.

Weitere Informationen

Eine Liste vieler möglicher Kompetenzen ist auf kompetenzliste.com zu finden. Auch die FH Wien stellt einen Kompetenzatlas öffentlich zur Verfügung. Ansonsten ist einiges unter den Begriffen Kompetenzen und Kompetenzprofil durch Suchmaschinen im Netz zu finden.

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